Retreat:
Systemisch in der Welt
Vertiefung — Selbsterfahrungsseminar
Das Retreat ist ein eigenständiges Angebot als Selbsterfahrungsseminar für Menschen, die ihre systemische Haltung zu sich selbst, zu anderen und zum Leben prüfen und vertiefen möchten. Sie können es besuchen, ohne vorher andere Formate des Instituts gemacht zu haben. Es ist auch eine mögliche Fortsetzung der Kompaktfortbildung oder auch der Aufbauweiterbildung Systemischer wirken im gesellschaftlichen Wandel. Wer dort die methodische und fachliche Arbeit vertieft hat, findet im Retreat Raum für die persönliche Auseinandersetzung. Ohne, dass beide Formate inhaltlich aufeinander aufbauen müssten.
Erlebnisdetails
Voraussichtlich 2027
Datum
3 Tage, 2 Nächte
Dauer
-
Preise
„Wie systemisch bin ich wirklich?"
Systemische Ausbildung verändert Menschen. Man lernt, im Beratungsraum zirkulär zu denken, allparteilich zu bleiben, Hypothesen zu bilden statt zu urteilen. Man übt, neugierig zu sein, wo andere längst verurteilt hätten. Im professionellen Kontext gelingt das oft erstaunlich gut und es ist so nützlich für die uns anvertrauten Menschen.
Im Privaten wird es manchmal schwieriger.
Wer den ganzen Tag systemisch gearbeitet hat, kommt am Abend in eine politische Diskussion mit der Schwiegermutter und merkt, wie die Geduld plötzlich kleiner wird. Wer Klient:innen allparteilich begleitet, scrollt am Wochenende durch Nachrichten und ertappt sich dabei, in Kategorien zu denken, die im Beruf undenkbar wären. Wer in Beratungsprozessen Räume für schwierige Gespräche öffnet, geht abends nach Hause und verstummt oder bestätigt, wenn am Familientisch über Krieg, Klima oder Migration gestritten wird.
Das ist keinesfalls das Versagen der einzelnen Person. Es ist ein normales Phänomen. Die professionelle Haltung wird durch den professionellen Rahmen gestützt. Im privaten Leben fehlt dieser Rahmen, und möglicherweise geht die Haltung dort oft am leichtesten verloren. Auch das ist eine systemische Beobachtung.
Das Retreat Systemisch in der Welt ist gemacht für Menschen, die diese Erfahrung kennen und sich trotzdem nicht damit abfinden wollen. Drei Tage in der Akademie Die Wolfsburg, mit Kolleg:innen, die ähnlich fragen. Mit der ehrlichen Auseinandersetzung darüber, was systemische Haltung im eigenen Leben heißt. Am eigenen Familientisch, in der direkten Nachbarschaft, im gesellschaftlichen Engagement. Und mit der größeren Frage, wie systemisches Denken einen Beitrag leisten kann, wo viele längst aufgehört haben zu glauben, dass Verständigung möglich ist.
Ein wenig Frieden mit sich selbst im Innen kann ein wenig Frieden im Außen werden. Das ist eines der größten Anliegen des KIPPPUNKT Instituts. Ein systemischer Beitrag für die Welt!
Ablauf
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Die eigene Position klären. Was bewegt mich an den Themen unserer Zeit? Was empfinde ich, was verdränge ich, was kann ich aushalten?
Eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Lage.
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Die eigene systemische Haltung prüfen. In welchen Kontexten gelingt es mir, in welchen verliere ich sie? Was sind meine Trigger, meine blinden Flecken, meine Erschöpfungspunkte?
Die zärtliche Respektlosigkeit der Mailänder Schule als Werkzeug, auch gegen mich selbst.
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Die eigene Bewegung in die Welt finden. Wo möchte ich systemischer werden, in welchem Bereich meines Lebens? Was ist mein nächster Schritt, der weder Heldentat noch Resignation ist?
Aufbruch in den Alltag mit einer Klärung, die im Retreat entstanden ist.