SYSTEMISCHES INSTITUT
Gedacht für die Herausforderungen unserer Zeit.
KIPPPUNKT
Das KIPPPUNKT Institut ist aus der Überzeugung entstanden, dass systemische Haltung weit mehr kann, als einzelne Beratungsprozesse zu bereichern. Sie kann ein Beitrag dazu sein, die großen Themen unserer Zeit nicht einfach hinzunehmen — die ökologischen Krisen, die soziale Entfremdung, die wachsenden geopolitischen Spannungen — sondern ihnen gemeinsam etwas entgegenzustellen.
Der Begriff Kipppunkt stammt aus der Klimaforschung. Er beschreibt jene Momente, in denen ein System empfindlich wird. So empfindlich, dass kleine Veränderungen plötzlich große Bewegungen auslösen können. Diese Momente können erschrecken, weil sie zeigen, wie verletzlich unsere Welt ist. Und sie können Hoffnung machen, weil sie zeigen, dass Wandel möglich ist, wenn etwas ins Schwingen kommt.
Auch die Systemtheorie kennt solche Schwellen. Punkte, an denen das Gewohnte ins Rutschen gerät und sich ein System neu sortiert. Das fühlt sich oft unsicher an. Und genau dort liegt zugleich die größte Kraft: in Übergängen, in denen klar wird, dass es so nicht weitergeht und etwas anderes entstehen kann, wenn wir den Prozess bewusst gestalten.
Im KIPPPUNKT Institut bringen wir das Wissen der Klimaforschung mit dem systemischen Blick zusammen. Die Klimaforschung zeigt, wie sensibel große Systeme reagieren. Die Systemik hilft zu verstehen, wie Veränderungen entstehen und wie Menschen Übergänge so gestalten können, dass daraus etwas Stabileres und Gemeinwohlorientiertes wächst.
„Und was, wenn doch…?”
Diese Frage hat das Institut mit gegründet. Sie ist eine Haltung. Sie ist die Erlaubnis, im Lähmenden noch eine Bewegung zu vermuten, und im Großen noch einen eigenen Anteil zu erkennen. Sie ist auch eine Form von Höflichkeit gegenüber der Zukunft, in der Annahme, dass sie es verdient hat, dass jemand sie offenhält.
„Und was, wenn doch…?", ist die Ermutigungsfrage des Instituts. Sie steht gegen vier Sätze, die immer wieder hörbar sind: „Da kann man nichts machen.", „Alles wird schlimmer.", „Das System ist zu groß.", „Ich kann sowieso nichts ausrichten.”. Solche Sätze sind verständlich. Sie sind aber auch gefährlich, wenn sie unwidersprochen bleiben oder bestätigt werden. Sie schließen Räume, die noch offen wären.
„Was, wenn ich mich selbst als relevant genug betrachte, um in meinem Einflussbereich etwas anzustoßen?”, „Was, wenn der Satz, der mich gerade lähmt, nicht die ganze Wahrheit ist, sondern nur ihre müde Hälfte?", „Was, wenn das, was unmöglich scheint, schon dadurch ein wenig kleiner wird, dass jemand bereit ist, es anders zu sehen?”.
Fachlich verwandt ist diese Haltung mit dem, was die Mailänder Schule der systemischen Therapie zärtliche Respektlosigkeit genannt hat. Eine Bewegung, die das Bestehende nicht angreift, sondern es freundlich in Frage stellt. Die nicht beweisen muss, dass sie recht hat, sondern es genügen lässt, dass sie eine andere Möglichkeit denkbar macht. Diese Haltung trägt auch das KIPPPUNKT Institut. Im Beratungsraum, in der Lehre und in jeder Frage, die hier gestellt wird.
Die Makroebene
Gesellschaftlicher Wandel findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: auf der Mikroebene, die das Handeln einzelner Individuen meint, auf der Mesoebene, die Organisationen und soziale Strukturen umfasst und auf der Makroebene, die gesamtgesellschaftliche Strukturen abbildet.
Die Makroebene beschreibt die großen Zusammenhänge, in denen wir als Menschen und Organisationen eingebettet sind: gesellschaftliche Entwicklungen, politische Dynamiken, kulturelle Muster, ökologische Veränderungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Aus der Resilienzforschung wissen wir, dass die Veränderungsbereitschaft entscheidend dafür ist, wie wir mit Krisen zurechtkommen. Drei Fragen spielen dabei zusammen: Verstehen wir die Krise? Sehen wir Handlungsoptionen? Und sind wir persönlich bereit, etwas zu verändern? Studien zur Veränderungsbereitschaft zeigen außerdem, dass die anderen mitentscheiden: Rund siebzig Prozent der Menschen sagen, dass sie deutlich eher bereit sind, einen persönlichen Beitrag zu leisten, wenn sie erleben, dass auch andere mitmachen. So wie Krisen unbewusst von vielen getragen werden, braucht es viele, um bewusst Veränderungen anzustoßen.
KIPPPUNKT macht neben vielen anderen systemischen Instituten einen Unterschied, weil wir die systemische Haltung konsequent auf die Makroebene übertragen. Wie beeinflussen gesellschaftliche Dynamiken unsere Arbeit? Welche Rolle spielen Klima, Politik, Kultur und Digitalisierung für Beratung und Führung? Wie können wir in diesem Gefüge handlungsfähig bleiben? Welchen Beitrag können wir für den Schutz von Menschen und Lebensgrundlagen leisten, und wie entwickeln wir als Gemeinschaft Lösungen, die dem Gemeinwohl dienen?
Im Institut wird Transformation als Gemeinschaftsleistung verstanden. Krisen entstehen nicht isoliert, sondern durch kollektives, oft unbewusstes Handeln. Genauso braucht es bewusstes, vernetztes Handeln, um neue Wege zu eröffnen. Niemand verändert allein. Niemand muss allein verändern. Und niemand ist zu klein, um Teil davon zu sein.
Institutsleiter und Gründer von KIPPPUNKT
„Mit dem Institut möchte ich Menschen zu einer systemischeren Haltung zu sich selbst, zu anderen und zum Leben einladen.“
-
Ich habe lange gewartet, bis ich mir erlaubt habe, dieses Institut zu gründen. Jahrelang dachte ich, jemand anderes müsste es tun. Jemand mit mehr Erfahrung, mehr Sicherheit, mehr Legitimation. Irgendwann habe ich mich als relevant genug betrachtet, um Einfluss im System zu nehmen.
Seit vielen Jahren begleite ich Menschen, Teams und Organisationen, die mitten im Wandel stehen.
KIPPPUNKT ist meine Antwort auf die Frage, wie sich systemische Haltung und gesellschaftliche Transformation miteinander verbinden lassen.Ich glaube daran, dass eine friedvolle Zukunft dort entsteht, wo Menschen sich neugierig, mutig und gemeinsam den Kipppunkten stellen.
-
Systemische Lehrkompetenzen (DGSF)
Lehrender für systemische Therapie & Beratung
Lehrender für systemische Paartherapie & Beratung
Lehrender für systemische Supervision
Lehrender für systemisches Coaching
Systemische Weiterbildung (DGSF)
Systemischer Therapeut / Familientherapeut
Systemischer Paartherapeut
Systemischer Supervisor
Systemischer Coach
Weitere Qualifikationen
Sozialpädagoge B.A.
Marte Meo Therapeut, Fachberater & Trainer
Trainer für das Programm „Kinder aus der Klemme"
Systemisch-kognitiver Präventionstrainer für Stressmanagement
LINC Personality Profiling Senior Coach & Trainer
Zertifizierter Sport-Mentaltrainer